Stellen Sie sich vor, Sie arbeiten an einem Elektroinstallationsprojekt und stehen vor einem Bündel dicker Kabel und begrenztem Platz in einem Kabelkanal. Eine häufige Frage stellt sich: Ist es sicher und entspricht es den Vorschriften, sechs 6 AWG Kupferdrähte durch einen 3/4-Zoll-Flüssigkeitsdichten Flexiblen Metallrohr (LFMC) zu führen?
Die Antwort lautet, gemäß den Elektrovorschriften, ja – unter bestimmten Bedingungen. Erstens muss das Rohr als LFMC bestätigt werden, eine Art, die für Flexibilität und Feuchtigkeitsbeständigkeit ausgelegt ist. Zweitens schreibt der National Electrical Code (NEC) strenge Füllratenbegrenzungen für Kabelkanäle vor, wobei die Belegung typischerweise auf 40 % der inneren Querschnittsfläche des Kabelkanals begrenzt wird. Dies gewährleistet ausreichend Platz für die Wärmeableitung und verhindert Schäden während der Drahtinstallation.
Berechnungen zeigen, dass vier 6 AWG Kupferdrähte etwa 37 % der Kapazität eines 3/4-Zoll-LFMC beanspruchen – deutlich unterhalb der 40 %-Schwelle des NEC. Während sechs Drähte diese Grenze je nach Isolationsart erreichen oder überschreiten können, sind präzise Messungen und konservative Zulagen entscheidend. Elektriker müssen den Biegeradius der Drähte, die Zugspannung und lokale Änderungen des NEC berücksichtigen.
Die praktische Installation erfordert eine sorgfältige Planung. Das Überfüllen von Kabelkanälen birgt das Risiko von Isolationsschäden, Überhitzung und Verstößen gegen Sicherheitsstandards. Überprüfen Sie immer die regionalen Elektrovorschriften und konsultieren Sie Füllratentabellen, bevor Sie fortfahren.